Aus dem Praktikum einer Umschülerin

Blog
Unterricht im Klassenraum Umschulung FI04 vorne
Verfasst am 08. Januar 2021
Ein persönlicher Praktikumsreport

Theorie trifft Praxis

Von Monika Pietsch-Hadré

Es ist Ende Novem­ber und für mich ein guter Zeit­punkt, die letz­ten vier Monate Revue passie­ren zu lassen. Die letz­ten vier Monate, genauer seit dem 3. August absol­viere ich im Team 365 mein Prak­ti­kum im Zusam­men­hang mit meiner Umschu­lung im ITBH zur Fach­in­for­ma­ti­ke­rin. Nach einem Jahr theo­re­ti­scher „Druck­be­tan­kung“ mit Program­mier­spra­chen, Daten­ban­ken, Betriebs­sys­te­men usw.  kann ich hier das bisher Erlernte anwen­den und vertie­fen und zudem die Grund­lage für mein Abschluss­pro­jekt schaf­fen.

Corona, mitten­drin in der zwei­ten Welle

Zwischen der ersten und der zwei­ten Coro­na­welle star­tete ich ins Prak­ti­kum. Die ersten zwei Wochen war ich jeden Tag vor Ort, dann nur noch diens­tags, und ab Mitte Okto­ber habe ich mich ganz ins Home-Office zurück­ge­zo­gen. Einer­seits bin ich sehr froh, dass ich die Möglich­keit habe, von zu Hause zu arbei­ten, ander­seits konnte ich so nur wenige Mita­r­bei­tende der HEC kennen­ler­nen. Das hatte ich mir eigent­lich anders gewünscht. Im Home-Office läuft man sich nun mal nicht an der Kaffee­ma­schine über den Weg.

Zum Glück hatte ich meine tempo­rä­ren Kolle­gin­nen und Kolle­gen schon im Februar einmal kurz persön­lich kennen­ge­lernt. Immer­hin, man kannte sich schon mal!

Kurze Wege ins Home-Office

Mir fehlt zwar meine morgend­li­che Radtour die Weser entlang zum Schup­pen, aber bei Regen und Wind­s­tärke 5 von vorne habe ich mich auch häufig über den kurzen Arbeits­weg vom Küchen­tisch in mein Arbeits­zim­mer, gefreut. Meinen Arbeits­tag beginne ich in der Regel um 8 Uhr, und ich gehöre zu den glück­li­chen Menschen, die ein ruhi­ges Umfeld zum Arbei­ten haben. Tech­nisch ist das nicht weiter proble­ma­tisch, die Zusam­me­n­a­r­beit über MS Teams funk­tio­niert sehr gut.

 

Das Team

Zum Team 365 gehö­ren Bärbel, Oliver, Markus, Sven, Manuel, Sebas­tian, Uwe und Chris­tian. Es gibt nicht ein Projekt, an dem alle arbei­ten, sondern viele verschie­dene Projekte. Zu den Aufga­ben zählen neben Program­mie­rung auch Schu­lun­gen und Bera­tung. Das spie­gelt sich auch in den Prozes­sen wider, die diese Viel­schich­tig­keit berück­sich­ti­gen müssen.

Jeden Tag um 9 Uhr trifft sich das Team im Daily und tauscht sich über die aktu­el­len Aufga­ben aus. Nach ein paar Tagen kamen mir die Themen und Kunden, von denen gespro­chen wurde, schon bekannt vor, und ich hatte eine Vorstel­lung davon, womit sich meine Kolle­gin­nen und Kolle­gen beschäf­ti­gen. Weitere regel­mä­ßige Termine finden auch statt, zu denen ich auch gleich einge­la­den wurde.

Im Team habe ich mich immer will­kom­men gefühlt, auch wenn man sich meis­tens nur im Daily ausge­tauscht hat.  In „nor­ma­len“ Zeiten hätte ich bestimmt noch weitere Einblick in die Arbeit der 365er bekom­men.

Fach­lich ging es steil berg­auf

Mein direk­ter fach­li­cher Ansprech­part­ner im Team ist Manuel. Wir haben uns von Anfang sehr gut verstan­den und sind viele Schritte zusam­men gegan­gen. Unter seiner Anlei­tung lernte ich React und Power­Au­to­mate kennen. Mit seiner Unter­stüt­zung baute ich eine Anwen­dung in .NET und arbei­tete mit der Schnitt­stelle MS Graph. Wochen verbrachte ich mit Tests. Ich hätte nie vermu­tet, wie aufwen­dig das sein kann, jedoch entwi­ckelte ich im Laufe der Zeit einen gewis­sen Ehrgeiz, hier eine Code-Cover­age von 100 % zu errei­chen.

Frus­tra­tion und Erfolg liegen manch­mal nur eine Klam­mer oder ein Komma ausein­an­der und es braucht hin und wieder ein Augen­paar mehr, um den Fehler zu finden. In der Regel versu­che ich erst einmal selbst meine Probleme zu lösen. Mal funk­tio­nierte es, mal nicht oder nur teil­weise. Gemein­sam mit der Hilfe von Manuel geht es aber immer stetig voran. Seine Unter­stüt­zung ist sehr wert­voll für mich.

CoP Nach­hal­tig­keit

Die CoP Nach­hal­tig­keit inter­es­sierte mich schon länger, doch inner­halb des ersten Jahres meiner Umschu­lung konnte ich mich nicht persön­lich einbrin­gen. Der eng getak­tete Stun­den­plan ließ mir keine Zeit. Umso mehr freue ich mich, dass ich jetzt während des Prak­ti­kums die Möglich­keit habe, in der Crew „Kli­ma­neu­tra­les Büro und Arbei­ten“ mitzu­a­r­bei­ten. Da sich die Crews aus verschie­de­nen Berei­chen des Unter­neh­mens zusam­men­set­zen, kann ich so auch meine Kontakte erwei­tern. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich nach dem Prak­ti­kum mein Enga­ge­ment wieder zurück­fah­ren muss.

Im März komme ich wieder

Nach Weih­nach­ten werde ich für zwei Monate wieder die virtu­elle Schul­bank im ITBH drücken, und im März komme ich noch einmal für vier Wochen zurück ins Team 365. In dieser Zeit werde ich mein Abschluss­pro­jekt umsetz­ten. Die erwor­be­nen Fähig­kei­ten und Kennt­nisse kann ich dafür sehr gut gebrau­chen. Ich freue mich schon darauf und hoffe, dass ich wieder auf Manuel und das Team 365 zählen kann.