Rückblick auf die Umschulung

Ein Mann mit Kopfhörern am PC im Klassenraum
Verfasst am 07. Juli 2022

Tschüß! Zwei Klassen gehen ins neue Berufsleben

zwei Männer in einem Klassenraum am PC

Bis kurz vor den münd­li­chen Prüfun­gen wurden im IT-Bildungs­haus noch Probe­prä­sen­ta­ti­o­nen vor Trai­ner:innen und „Mit­schü­ler:innen“ gehal­ten, um die Sicher­heit in einer Prüfungs­si­tua­tion zu  verbes­sern. Jetzt sind die letz­ten münd­li­chen Prüfun­gen abge­legt und die beiden Abschluss­klas­sen in Voll­zeit und in Teil­zeit haben das IT-Bildungs­haus verlas­sen.

Von den 29 Teil­neh­men­den, die in den letz­ten Wochen ihre schrift­li­chen und münd­li­chen IHK-Prüfun­gen abge­legt haben, haben 22 beide Prüfun­gen bestan­den und fangen spätes­tens jetzt ihre neue Arbeit an. Vier werden bei den nächs­ten Prüfungs­ter­mi­nen die schrift­li­che oder münd­li­che Prüfung noch einmal able­gen und sind dann erst fertig.  „Das Team im IT-Bildungs­haus freut sich über die vielen guten Ergeb­nisse, für die sich die indi­vi­du­elle Unter­stüt­zung gelohnt hat. Und wir leiden natür­lich mit denen, die nicht zu den Prüfun­gen kamen oder sie nicht bestan­den,“ so Gabi Rosen­baum vom IT-Bildungs­haus.

Manchen fiel die Umschu­lung und die Prüfun­gen leicht und Fleiß reichte, um zu beste­hen. Andere muss­ten sich inten­siv auch in ihrer Frei­zeit mit dem Stoff ausein­an­der­set­zen und wenige brachen die Umschu­lung vorzei­tig ab oder merk­ten kurz vor dem Ende, dass sie den Belas­tun­gen in der Prüfungs­phase (noch) nicht gewach­sen waren. Für alle gilt: die Pande­mie mit ihren Wech­seln zwischen Lernen am Moni­tor zuhause und dem persön­li­chen Unter­richt in der Klasse machte das Beste­hen nicht einfa­cher.

Mit guter Begleitung und Unterstützung zum Ziel

Unterricht, zwei Menschen im Pair Programming

Obwohl Erwach­sene im Vergleich zu jungen Lernen­den weni­ger abge­lenkt sind und in der Regel ihre Heraus­for­de­run­gen besser meis­tern, haben viele Teil­neh­mende persön­li­che Hürden zu nehmen, die das Weiter­kom­men erschwe­ren.

Dessen sind sich die Mita­r­bei­ten­den im IT-Bildungs­haus bewusst und gehen entspre­chend direkt und aufmerk­sam auf die Teil­neh­men­den zu. Nina Henke ist als sozi­al­päd­ago­gi­sche Betreu­ung ganz eng an den Klas­sen dran und versucht bei den ersten Anzei­chen von Proble­men bei Teil­neh­men­den heraus­zu­fin­den, ob jemand Unter­stüt­zung braucht. „Die Leute, die bei uns im Unter­richt sind, sind nicht nur aus verschie­de­nen Gene­ra­ti­o­nen, sie haben auch sehr unter­schied­li­che Lebens­läufe, Erfah­run­gen und Vorkennt­nisse. Manche sind weni­ger belast­bar oder müssen erst in die Rolle des/der Lernen­den hinein­wach­sen, weil sie diese verlernt haben.“ Wenn sich die Teil­neh­men­den öffnen, kann Nina ihre Lage einschät­zen und mögli­cher­weise Hilfe anbie­ten. „Die aller­meis­ten Teil­neh­men­den kommen mit der Situa­tion und dem Stoff gut zurecht und helfen sich in der Regel gegen­sei­tig. Für Manche betrei­ben wir aber gern einen hohen Aufwand, weil wir sehen, dass sie es mit unse­rer Unter­stüt­zung schaf­fen können, den Abschluss zu machen. Und das wollen wir natür­lich unbe­dingt,“ sagt Nina Henke strah­lend.

Was kann sie zukünf­ti­gen Teil­neh­men­den raten, damit sie opti­mal geför­dert werden können?

  • „Sich ehrlich einschät­zen und sich nichts vorma­chen, wenn es irgendwo hapert.
  • Offen sein gegen­über Ange­bo­ten vonsei­ten der Mita­r­bei­ten­den.
  • Das eigene sozi­ale Umfeld infor­mie­ren und einbe­zie­hen“

Motivation und Ansporn für die Zukunft

Beson­ders moti­vie­rend sind das Lob und der Dank der beiden Abschluss­klas­sen an das Team des IT-Bildungs­haus. Nach den Prüfun­gen gingen viele dank­bare Meldun­gen für den Einsatz des Teams ein. Unter ande­rem wurde gelobt, dass man sich im IT-Bildungs­haus wohl­ge­fühlt habe und es spür­bar war, dass allen daran gele­gen habe, den Teil­neh­men­den viel beizu­brin­gen und sie erfolg­reich durch die Prüfung zu beglei­ten.

Blick auf die aktu­el­len Klas­sen

Die jetzi­gen Klas­sen von 2021 und 2022 im IT-Bildungs­haus werden hoffent­lich nicht mehr im Distanz­un­ter­richt lernen müssen. Hier im Haus in den Klas­sen­räu­men können alle viel besser aufein­an­der einge­hen, sich helfen und auch Erfolge mitein­an­der teilen. Die Voll­zeit­klasse von 2021 star­tet im August ins betrieb­li­che Prak­ti­kum und die neu begon­nene Klasse aus Juni 2022 befin­det sich im Kommu­ni­ka­ti­ons-, Lern- und Metho­den­trai­ning. Nina Henke sagt: „Es ist jetzt schon offen­sicht­lich, dass die neue Klasse zu einer Gemein­schaft zusam­men­wächst, in der Starke helfen und Schwä­chere mitge­nom­men werden. Besser geht es nicht!“